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Wie Sie aufgestellt Probleme lösen ...

Kennen Sie das auch, dass Sie "Hals über Kopf" in einem Problem drinstecken? Zum Beispiel im Stress?

"Hals über Kopf" heisst: Sie sehen nicht mehr darüber hinaus. Sie sind gefangen und verstrickt in Ihrer Situation. Sie drehen sich förmlich im Kreis und wissen nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht. Dabei wäre es gerade jetzt wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und über der Situation zu stehen. Man müsste sich sozusagen selbst über die Schulter schauen können und sein eigener Beobachter sein.

 

Genau das ist möglich. Ganz einfach. Sie müssen es sich nur vorstellen.

 

Wie das geht?

 

Genau so wie Sie sich Ihr Wohnzimmer vorstellen können, auch wenn Sie nicht zu Hause sind, können Sie sich auch vorstellen, Sie würden jetzt ein paar Schritte hinter sich zurücktreten und sich bzw. die Person vor sich einmal aus der Distanz beobachten.

 

Sehen Sie sie? Haben Sie gemerkt, dass Sie sogar ohne zu überlegen die Distanz zu ihr genau so gewählt haben, wie es für Sie stimmt, nicht zu nah, aber auch nicht zu weit?

Wie sehen Sie die Person da vor sich? Von vorne oder von hinten? Wie steht sie da? Gerade oder gebeugt? Wie geht es ihr? Wie ist ihr zumute? Was für Bedürfnisse hat sie? Angenommen, sie würde Sie jetzt um Rat fragen, was würden Sie ihr antworten? Was denken Sie, würde ihr jetzt gut tun?

 

Wenn Sie jetzt noch nie etwas von Aufstellungen gehört haben, dann lassen Sie sich überraschen: Sie haben soeben Ihre erste gemacht. Aufstellungen, wie ich sie hier verstehe, sind nämlich nichts anderes als gedankliche Vorstellungen. Eigentlich ganz unspektakulär, oder?

 

Aber ob Sie sich Ihre Situation so oder anders vorstellen, macht einen grossen Unterschied! Ob Ihnen in Ihrer Vorstellung der Stress im Nacken sitzt oder ob Sie ihn vor sich sehen, ist für die Frage, wie Sie ihn bewältigen können, von entscheidender Bedeutung. Ob Sie denken, das Problem habe Sie im Griff oder Sie das Problem, hat konkrete Auswirkungen auf Sie und Ihren "nächsten Schritt".

 

Wenn Sie mir jetzt zu bedenken geben, dass das doch "nur" in der Vorstellung so sei, haben Sie vollkommen recht. Das ist aber mit der Feststellung, Sie steckten "Hals über Kopf" in Ihrem Problem, nicht anders. Auch das ist nur in Ihrer Vorstellung so, wobei das Wörtchen "nur" auf keinen Fall das Erleben Ihres Problems bagatellisieren will. Es ist aber nie das Phänomen an sich, das ein Problem schafft, sondern immer Ihre Vorstellung davon und die Bedeutung, die Sie ihm geben. Sonst müssten ja alle Menschen in der gleichen Situation auch alle gleich reagieren. Das ist aber nicht so. Nicht einmal Sie reagieren vermutlich in der gleichen Situation immer gleich. Oder?

Noch einmal: das bagatellisiert Ihr Problem nicht und verkennt auch nicht das Leiden, das es mit sich bringen kann. Aber es befreit Sie aus der Haltung, nichts tun zu können. Denn was Sie in Ihrer Vorstellung kreieren, können sie auch ändern. Genau genommen haben Sie dann aber ja gar kein Problem mehr, in dem Sie drinstecken, sondern eine Aufgabe vor sich, die es zu lösen gilt. Ich sage nicht, dass die Lösung einfach ist, aber sie sind jetzt nicht mehr Opfer, sondern jemand, der etwas tut.

 

Im Sport macht man sich diese Erkenntnisse schon lange zunutze. Was tun Spitzensportler wie Federer, Ammann, Cuche usw. vor einem Wettkampf? Sie bereiten sich mental, das heisst in Gedanken, äusserst sorgfältig vor. Sie durchlaufen den gesamten Wettkampf in ihrer Vorstellung. Sie stellen sich vor, wie sie mit geballter Kraft den Ball übers Netz schlagen und ein "As" erzielen. Oder wie sie beim Anlauf auf der Schanze exakt im richtigen Augenblick den Körper nach oben ziehen und sich der Luft entgegenwerfen. Oder wie sie in der Abfahrt in der Hocke den Berg hinunterrasen und jede Kurve mit der Ideallinie passieren.

 

Warum tun sie das? Weil sie wissen, dass Vorstellungen sich "auswirken". Vorstellungen leiten den Körper und seine Handlungen bis in die subtilsten Muskelbewegungen hinein. Alles, was wir tun, ist immer zuerst in unserer Vorstellung da. Neu ist diese Erkenntnis freilich nicht. Der berühmte Arzt Paracelsus hat schon im 15. Jahrhundert formuliert: "So wie sich der Mensch in seiner Vorstellung sieht, so wird er sein."

 

Unsere Sprache weiss schon lange, wie wirksam unsere Vorstellung ist. Warum sonst redet sie von Vorstellungskraft?

 

Nutzen Sie dieses Potenzial in Ihnen. Lösen Sie Ihre Probleme 'aufgestellt'. Ich unterstütze Sie gern dabei.

 

 

 

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